#271 Neue Erkenntnisse zur Demografie und Kaufkraft – was folgt daraus für Investoren?

Shownotes

Zwei neue Studien des IW haben gerade eine große Resonanz erfahren: Zum einen die neue Bevölkerungsprognose, zum anderen der regionale Kaufkraftvergleich. Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für Investoren ziehen? Unser aktuelle Thema in der 1aLAGE, und hier die Fragen im Einzelnen:  

  • Was ist das Ergebnis der neuen Bevölkerungsprognose?
  • Wie wird sich die schlechtere Bevölkerungsprognose auf Städte auswirken?
  • Wie sollte die Bevölkerungsprognose interpretiert werden?
  • Eine zweite Studie hat ebenfalls viel Aufmerksamkeit erfahren, in der es um Kaufkraft ging. Demnach steht Heilbronn ganz vorne. Was steckt dahinter?
  • Sollte man dort investieren, wo die Kaufkraft besonders hoch ist?
  • Wenn man beide Studien zusammenfasst, welche Schlussfolgerungen sollten Investoren ziehen?

Die Antworten auf all diese Fragen und einige mehr findet ihr in dieser Episode 1aLAGE und nun wünschen wir euch spannende Insights und gute Unterhaltung. Viel Spaß!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Diese Episode wird unterstützt von den Immobilienfreunden.

00:00:03: Du hast Erfahrungen gesammelt in Immobiliendeschäft, ob in Bayern holt?

00:00:07: In der Aufteilung im Handel oder im Neubau?

00:00:11: Dann könnte das hier genau das Richtige für dich sein!

00:00:14: Die Immobilient-Freunde sind ein Club, indem sich erfahrene Investoren und Unternehmer regelmäßig auf Events treffen – in Deutschland oder im Ausland – für einen echten Austausch auf Augenhöhe, gemeinsame Case Studies und gegenseitige Unterstützung.

00:00:29: Wenn du das suchst, findest du weitere Informationen auf immobilien-freunde.de.

00:00:34: und jetzt wünschen wir dir viel Spaß mit der Episode von heute!

00:00:44: Zwei neue Studien des IW haben gerade eine große Resonanz erfahren.

00:00:48: Zum einen die Neue Bevölkerungsprognose, Achtung!

00:00:52: Es ist sehr politisch.

00:00:53: zum anderen der regionale Kaufkraftvergleich.

00:00:56: Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für Investoren ziehen?

00:01:00: Das ist unser Thema heute in der Einserlage und hier kommen die Fragen im Einzelnen Was ist das Ergebnis der neuen Bevölkerungsprognose?

00:01:07: Wie wird sich die schlechte Bevölkerungs Prognose auf die Städte auswirken, wie sollte die Bevölkerungs prognose interpretiert werden.

00:01:14: Eine zweite Studie hat auch viel Aufmerksamkeit erfahren in der es um das Thema Kaufkraft ging.

00:01:19: demnach steht Heilbronn ganz vorne.

00:01:21: was steckt dahinter.

00:01:22: Sollte man dort investieren wo die Kaufkraft besonders hoch ist?

00:01:26: und wenn man beide Studien zusammenfasst welche Schlussfolgerungen sollten Investoren ziehen?

00:01:31: Die Antworten auf all diese Fragen und einige mehr findest du in dieser Episode der Einserlage.

00:01:36: Und nun wünschen wir dir spannende Insights und gute Unterhaltung!

00:01:39: Viel Spaß!

00:01:44: Gemeinsam mit den Immobilienfreunden, dem exklusiven Club für Immobilie-Investoren und Unternehmer präsentieren Du Euch die Einser Lage.

00:01:53: Das ist der Podcast um sich wissenschaftlich fundiert und unterhaltsam über neue Trends ökonomische Einordnungen und Strategien rund um die Immobilianwelt zu informieren.

00:02:02: An den Mikrofonen sind eure Volkswürde.

00:02:04: Prof.

00:02:04: Dr.

00:02:04: Michael Vogtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft und haukewartender Projektentwickler aus Hamburg, das bin ich!

00:02:10: Moin und herzlich willkommen hier bei uns in der Einzellage der Immobilien Podcast.

00:02:14: Und heute reden wir über das, was uns erwartet, nämlich schrumpfende Menschenmengen in Deutschland und Kaufkraft – und das ist an Orten hoch, wo wir es eigentlich nicht erwartet haben!

00:02:24: Das kann ich sogar auch mit Beispielen unterlegen, die ganz persönlich und sehr unwissenschaftlich sind.

00:02:29: Aber weil wir über zwei neue Studien reden brauchen wie Ihnen, schätzen wie Ihnen den fleißigen, den datengetriebenen, den neugierigen Prof.

00:02:37: Dr.

00:02:37: Michael Frugländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft.

00:02:40: Moin lieber Michael.

00:02:41: Hallo Hauke, grüß dich!

00:02:43: Also es geht also um die beiden Studien, die ihr gerade rausgeballert habt und da gab's eine ziemliche Resonanz weil hier erstens natürlich so ein bisschen Bild-Zeitungs-Like gesagt hat für Schrumpfen doch viel schneller und zweitens dafür sind die den auch übrig sind aber ziemlich kaufkräftig.

00:03:01: habe ich das so richtig zusammengefasst?

00:03:03: vielleicht fangen wir an mit der Bevölkerungspugnose.

00:03:07: Was ist das Ergebnis eurer neuen Prognose?

00:03:11: Also tatsächlich ist es nicht der Sinn uns weg gewesen, dass wir schlechte Nachrichten verbreiten wollen.

00:03:18: Nein, es ist einfach so, dass in den letzten Jahren wir doch auch einen gewissen Paradigmenwechsel bei der Zuwanderung haben.

00:03:26: Wir diskutieren jetzt sehr lange über Zuwänderungen und überwiegend negativ Das muss man auch sagen ist das auch zum Teil gerechtfertigt, wenn es jetzt um illegale Migration geht oder um Migration die vor allen Dingen in die Sozialsysteme geht.

00:03:42: Darüber kann man natürlich viel diskutieren aber darüber wird eben auch vergessen dass eben Zuwanderung ganz wichtig ist damit wir eben unser Erwerbspersonenpotenzial auch konstant halten.

00:03:54: Und wir sehen jetzt seit einiger Zeit, dass das nicht automatisch funktioniert.

00:03:59: Wir haben im letzten Jahr eine Netto-Zuwanderung von zweihundertfünfzigtausend Menschen gehabt, was auch noch nicht ganz wenig ist.

00:04:07: Aber wir hätten mindestens dreihundertfünftigtausende Menschen Nettozuwanderung nach Deutschland gebraucht um die Bevölkerung konstant zu halten!

00:04:17: Wie das in so Modellen ist, es sind letztlich Zeitreinmodelle die wir da nutzen und im Endeffekt schreibt man dann die Entwicklung fort wie wir sie die letzten Jahre hatten.

00:04:28: Dann stellt man eben ganz schnell fest naja dadurch dass wir zwar immer älter werden aber weniger Kinder geboren werden würde die Bevölkerung weiter schrumpfen und wenn die Zuwanderung eben nicht ausreicht, um das zu reduzieren bzw.

00:04:44: um das kompensieren dann wird es eine Schrumpfung geben.

00:04:49: Das heißt nach dem wahrscheinlichsten Szenario jetzt also wenn sich das so fortsetzt wie es bisher ist Dann kommen wir nur noch auf einundachzig Millionen Menschen bis zum Jahr zwanzigfünfundvierzig.

00:05:01: Das heißt, etwa zweieinhalb Millionen Menschen weniger im Vergleich zu diesem Jahr.

00:05:09: So die Spannbreite ist natürlich groß.

00:05:12: Es könnte auch immer eine Wachstum geben auf Vierundachtzig Komma Acht Millionen aber es könnte auch runtergehen bis auf unter seventy acht Millionen Menschen.

00:05:21: so und Das ist eben der Kern dieser neuen Bevölkerungsbrückenrose, das aufgrund der deutlich geringeren Zuwanderung in den letzten Jahren wir damit rechnen müssen wenn es so bleibt dass die Bevölkerung dann doch sinken wird.

00:05:38: Nun ist es ja immer eine Frage wo?

00:05:40: Also wo ist das Schrumpfen angesagt?

00:05:44: Wo gibt's immer noch ne Landflucht?

00:05:45: denn ein Megatrend ist nach wie vor da.

00:05:48: Das heißt, die Städte werden aber nicht schrumpfen.

00:05:51: oder wird das jetzt auch die Stättetreffen, die sich jetzt nicht mehr halten können?

00:05:55: Was ist eure Prognose?

00:05:56: Also wir haben tatsächlich noch keine Prognese gemacht für die einzelne Städter.

00:06:00: Oder für die Kreise.

00:06:02: Das folgt jetzt quasi im nächsten Schritt.

00:06:04: Wir müssen ja auch häppchenweise veröffentlichen und es kriegst du die Resonanz nicht!

00:06:09: Nein, es ist ja relativ klar.

00:06:14: Es geht erst mal um den grundsätzlichen Kuchen und die Frage ist nachher wie verteilt zu den Kuchen spricht?

00:06:19: Die Zuwanderung dann so und das spricht aber auch einiges dafür, auch wenn wir es noch nicht konkret gerechnet haben dass die grundsätzliche Verteilung erhalten bleibt.

00:06:28: Wir diskutieren ja auch darüber.

00:06:30: die Städte sind wirtschaftlich EP-Zentren, also das heißt da findet viel wirtschaftliche Aktivität statt.

00:06:38: Wir haben nach wie vor natürlich die hohe Attraktivität von Universitätsstätten, die tendenziell mehr junge Menschen anziehen.

00:06:46: Wir haben grundsätzlich mehr Probleme, die Menschen zu halten in Ostdeutschland als das in Bayern oder Baden-Württemberg der Fall ist.

00:06:54: Also diese Erkenntnisse bleiben.

00:06:56: aber es kann natürlich dann insgesamt schon dazu führen dass wenn die Zuwanderung nachlässt nicht mehr so.

00:07:03: also Sie ist ja immer noch da.

00:07:05: Es gibt immer noch eine Nettozuwanderung, auch im letzten Jahr waren es jetzt zweihundertfünfzigtausend Menschen und die gehen dann ja immer nach Berlin, Hamburg, München in die großen Städte, in die Ballungszentren.

00:07:17: Und das ist letztlich das was was auch weiterhin gilt.

00:07:22: aber wir hatten bisher gesagt zehn Prozent könnte berlin wachsen bis zwanzigvierzig.

00:07:28: Das könnte sich jetzt etwas abflachen.

00:07:30: Das ist einfach die Konsequenz.

00:07:32: Und an anderer Stelle ist es eben so, dass die Schrumpfung dann auch noch stärker ausfallen wird.

00:07:39: Wir hatten gerade Sachsen-Anhalt immer mit minus zehn Prozent kalkuliert und das könnte natürlich dann doch mehr werden.

00:07:46: also insofern die demografischen Trends zwischen Stadtland, zwischen den einzelnen Regionen, die werden sich dann nochmal entsprechend im Niveau anpassen aber nicht von der grundsätzlichen Richtung her.

00:07:59: Aber das ist eben auch wichtig, das ganze Thema ist natürlich auch irgendwo steuerbar und das ist glaube ich der entscheidende Punkt.

00:08:06: Das ist ja nicht so dass das alles Gott gegeben ist sondern es ist letztlich auch die Konsequenz einer entsprechenden Steuerung wenn man so will.

00:08:16: also okay Was meinst du mit kann gesteuert werden und ist die Konsequenz einer Steuerung bei diesen ganzen Geräte?

00:08:25: in Anführungsstrichen über wir brauchen den netten Zuwanderung.

00:08:28: Ist mir immer mal wieder die Frage im Sinn gekommen, Du hast es schon erwähnt Wir haben eine Vergangenheit ne ganze Menge zu Wanderungen gehabt Die halt auch nicht so wahnsinnig positiv nur konotiert ist Und auch öffentlich diskutiert ist und möglicherweise sogar auch in der Realität Nicht nur positiv angekommen ist.

00:08:45: Es geht um das Thema Integration und so.

00:08:48: Wie kommen hier eigentlich Menschen an?

00:08:50: Und wie integrieren sie sich?

00:08:52: auch?

00:08:52: die Frage, die sich natürlich stellt ist also Zuwanderung ist ja nicht nur Zuwänderungen.

00:08:56: was meinst du mit Steuerung genau

00:08:58: wenn wir jetzt nochmal auf die zwei tausend zehner Jahre zurückgehen da war er Sicherlich.

00:09:03: die meisten haben in Erinnerung, sehr viele Syrer, die nach Deutschland gekommen sind.

00:09:08: Aber wenn wir den gesamten Zeitraum der Zehnerjahre nehmen, dann war etwa achtzig Prozent der Zuwanderung Arbeitskräftemigration also Menschen, die hier hinkommen wollten zum Arbeiten.

00:09:19: Und wir haben jetzt viel darüber diskutiert, dass wir natürlich den Zugang zu Asyl auch steuern können unter anderem durch schärfere Regeln.

00:09:28: Durch Abweisung an den Grenzen dadurch das man insgesamt sagt Man ist härter ja auch das schreckt ja schon viele ab die dann vielleicht sagen okay dann ist Deutschland vielleicht nicht die beste Anlaufstation.

00:09:39: So und das kann man machen aber man könnte es natürlich auch mit der Arbeitskräftemigration machen Und im Endeffekt ist es doch so, dass wir da auch in Konkurrenz stehen zu vielen anderen Ländern.

00:09:50: Das heißt auch Großbritannien braucht Einwanderung Auch Spanien braucht Einwanderung, viele Länder.

00:09:58: Und da musst du dann entsprechend auch attraktiv sein und du kannst das natürlich auch dadurch steuern dass du zum Beispiel mit Ländern auch Kontingente vereinbarst.

00:10:06: ja wie viele Menschen dürfen denn kommen bedürfen sich denn bewerben zb auf ein Visum auf einen Arbeitsvisum?

00:10:13: Das wäre auch eine Möglichkeit.

00:10:15: also Länder wie Kanada, wie früher die USA macht sie immer noch oder Australien.

00:10:21: Die haben da ja ganze... die haben ja immer Möglichkeiten das du dich bewerben kannst für ein Einwanderungsvisum und wenn du eben bestimmte Kriterien erfüllst Du hast ein entsprechendes Vermögen, du hast eine Ausbildung, du Hast vielleicht eine Qualifikation in Engpass berufen dann hast du eben gute Chancen auch ein entsprechender Visum zu bekommen.

00:10:42: Damit tun wir uns ja noch wahnsinnig schwer.

00:10:45: Das meine ich eben mit steuerbar.

00:10:47: Und für mich ist diese Prognose jetzt eher so ein Warnschuss, naja wir müssen uns da schon bemühen.

00:10:55: Wirtschaftswachstum hängt auch davon ab dass wir das Erwerbspersonenpotenzial steigern und mehr Menschen in den Arbeitsmarkt bringen.

00:11:04: Wenn die fehlen wird uns entsprechend wirtschaftliche Leistungsfähigkeit fehlen Und wir können uns eben auch stärker ja noch aussuchen, wen wollen wir holen?

00:11:11: Ja und da müssen wir einfach glaube ich eine viel pragmatischere Politik führen.

00:11:18: Das ist ganz wichtig und in dem Kontext ist natürlich auch Wohnungsbau ganz wichtig.

00:11:24: Ich kann mir schon vorstellen wenn wir dann die Stadtprognosen veröffentlichen dass dann manche Städte sagen ach guck mal wir brauchen doch gar nicht mehr bauen Da kommen ja gar nicht mehr so viele.

00:11:34: Aber das ist glaube ich die falsche Idee, sondern du kannst natürlich sagen naja wir wollen uns ja bemühen dass mir Menschen kommen und wenn ich gar nicht erst die Wohnungen habe dann können sie aber auch gar nicht kommen.

00:11:43: also das heißt das bedingt sich ja auch einander und da würde ich einfach für sensibilisieren und sagen na ja wir sollten auch deswegen in der wohnungsbaupolitik nicht nachlassen weil das eben die Voraussetzung dafür ist dass eben der Arbeitsmarkt auch weiter wachsen kann.

00:11:59: Okay, dann kommen wir zur zweiten Studie.

00:12:02: Ich lasse das mal so unkommentiert weil es ist so politisch vermeintes Terrain und natürlich gebe ich dir inhaltlich voll umfänglich recht.

00:12:09: Lassen wir's dabei?

00:12:10: Ist ja vielleicht auch genau richtig.

00:12:11: Kommen wir zu zweiter Studie oder gibt es noch Interpretationen der Bevölkerungsprognose die wir jetzt nicht erwähnt haben?

00:12:20: Ich habe es jetzt eigentlich versucht unpolitisch zu machen.

00:12:23: Du hast recht, das ist natürlich ein politisch vermientes Thema und der Kollege Philipp Deschameier, der die Prognose rausgegeben hat, der hat auch gesagt im Nachgang der Veröffentlichung hatte er noch nie so viele böse Mails bekommen weil dieses Thema Zuwanderung eben total ein totales Aufregerthema ist und viele Menschen irgendwie triggert.

00:12:45: aber ich glaube einfach Es hilft uns auch ein bisschen nüchtern das einfach zu betrachten.

00:12:50: Im Endeffekt ist es so, dass unser Erwerbspersonenpotenzial jedes Jahr sinkt wenn wir eben nicht Menschen holen die in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

00:12:59: und das müssen wir einfach ganz pragmatisch sehen.

00:13:02: und deswegen denke ich, deshalb habe ich das bewusst versucht unpolitisch zu machen Wohlwissentlich, dass das natürlich nie ein völlig unpolitisches Thema ist.

00:13:12: Richtig!

00:13:12: Aber es gibt natürlich – und das ist ja hier unser Filter auf das Thema – die wirtschaftliche Komponente.

00:13:18: Und das interessiert natürlich auch unsere Zuhörer wie ist sozusagen die rein wirtschaftlich Bewertung?

00:13:23: Die spricht eine völlig eindeutige Sprache jeder der herkommt und zwar am Ende einen netten Bevölkerungszuwachs auslöst aber kein Beitrag leist im wirtschaftlichen Sinne.

00:13:34: Der ist keinen Gewinn So kann man das vielleicht kein Gewinn für die Wirtschaftlichkeit so.

00:13:41: Jetzt bin ich doch wieder voll drin in der Konzentration, wo man hinterher sagt naja lass mir was gut.

00:13:47: kommen wir zur zweiten Studie.

00:13:48: vielleicht verlassen wir das Thema Zuwanderung lieber schnell hat habt ihr auch einen ziemlich großen Aufschlag gehabt.

00:13:54: es ging um das Thema Kaufkraft Und Heilbronn steht ganz vorne, was steckt dahinter?

00:14:00: Ganz persönliche Anmerkung.

00:14:02: Heilbron ist eine unserer erfolgreichsten Paddel-Anlagen, obwohl Heilbronnen nun wirklich kein Hotspot ist und wir auch in München sind und in Hamburg mit zwei Anlagen und Düsseldorf und überall.

00:14:13: aber Heilbrond ist wirklich eine Überraschung das kann man mal so sagen.

00:14:19: Wir sind damals nur hingegangen weil sich das aus dem Markt heraus erklärt hat, weil damals gab es in der Region, weil da halt viel Logistik ist.

00:14:27: Ziemlich viele spanisch sprechende Menschen aus dem spanischen Kontext und da war Paddel natürlich schon viel weiterentwickelt.

00:14:37: Das war damals der Grund dahin zu gehen sozusagen an den Anfängen des Marktes vor fast vier Jahren.

00:14:42: aber inzwischen is Heilbronn.

00:14:44: wir reiben uns immer wieder mal ein wenig verwundert die Augen und sagen hoch Also erzähl, was da los bei der Kaufkraft?

00:14:53: Genau also Kaufkraft.

00:14:55: Was bedeutet das eigentlich?

00:14:56: Das ist einerseits natürlich das Einkommen dass du verdienst aber wir wissen eben auch in Deutschland hast du unterschiedliche Preisniveaus.

00:15:04: Also das Leben in München ist deutlich teurer als beispielsweise in der Eifel.

00:15:12: ganz einfach schon deswegen weil die Mieten natürlich sehr unterschiedlich sind.

00:15:15: Aber das haben meine Kollegen eben auch über die Jahre rausgearbeitet.

00:15:19: Mitunter auch Spritpreise sind unterschiedlich.

00:15:22: Restaurantpreise ist unterschiedlich, also es gibt noch mehr Gründe für unterschiedliche regionale Preise.

00:15:28: So und die Kollegen haben jetzt das einfach mal zusammengefügt.

00:15:32: Also das Einkommen pro Kopf bereinigt um das Preisniveau.

00:15:38: Und dann haben wir ganz vorne tatsächlich Heilbronn stehen mit neununddreißigtausend vierhundertvierundzwanzig Euro pro Kopf preisbereinigt.

00:15:47: so An zweiter Stelle steht der Landkreis Sternberg bei München.

00:15:54: Da haben wir ein deutlich höheres Preisniveau, aber eben bereinigt um dieses Preisnivel und das Einkommen ist auch höher.

00:15:59: Aber bereinig stehen die dann auf Platz zwei.

00:16:03: Dann kommt der Landkreis Röhn-Grabfeld.

00:16:07: Weißt du wo das ist?

00:16:10: Ich

00:16:10: musste leider auch schauen dass es Nordbayern, der nördlichste Kreis in Bayern.

00:16:18: Dann kommt der Landkreis Neu-Wied und der Land Kreis Miesbach.

00:16:22: Neu Wied, ich glaube Rheinland-Pfalz wenn nicht mich richtig oder noch Nordrhein-Westfalen auf jeden Fall da an der Grenze so unter Landkreise Miesbach.

00:16:30: So das sind Standorte teilweise.

00:16:33: Wenn ich jetzt mal die ersten zehn anschaue Da ist auch dann Kreis Olpe und sowas dabei.

00:16:38: Die sind teilweise einfach sehr günstig.

00:16:40: also da sind die Einkommen relativ hoch aber die Preise relativ günstige was eben Vorteil ist.

00:16:47: Oder es ist so sehr viel Bayern auch und das Umland von München, wo einfach die Einkommen sehr hoch sind.

00:16:54: Und dass eben das Ganze aufabfedert.

00:16:56: Interessant ist auch wenn man mal ganz nach unten schaut welche Städte stehen da?

00:17:01: Da ist zum Beispiel dann auch Halle dabei!

00:17:03: Da ist Duisburg dabei, da ist Gelsenkirchen dabei... ...und der Kaufkraftärmstekreis in Deutschland ist offenbar

00:17:10: am Main.

00:17:10: Das ist mindestens genauso überraschend wie Heilbronn

00:17:14: oder?!

00:17:16: Findest du?

00:17:17: Naja, irgendwie hätte ich gedacht mit der Nähe zu Frankfurt.

00:17:22: Also warum da...

00:17:24: Oder...?

00:17:24: Das ist eigentlich interessant und vielleicht auch nur auf den ersten Blick so interessant also gerade die Großstädte, auch Frankfurt.

00:17:32: Ich glaube auch Hamburg und München, die stehen oftmals nicht weit oben sondern die stehen eher weit unten im Ranking dieser Vierhundertkreise eher in den Dreihundertern.

00:17:44: Warum?

00:17:45: Naja, weil es ist eben relativ teuer in einer Großstadt zu leben.

00:17:48: Und wir haben das ja auch an anderen Stellen schon mal analysiert wenn wir mal gefragt haben wie viel Quadratmeter Miete kann ich mir eigentlich leisten und da kann Ich mir einen München mit am wenigsten leisten und Auch in Hamburg kann ich mich nicht so viel leisten Wie vielleicht in vielen anderen Standorten und Insofern spielt das also Man kann es auch so interpretieren.

00:18:12: Naja, der Vorteil, den ich in der Stadt habe, der materialisiert sich eben nicht unbedingt in der Kaufkraft sondern in dem was ich da sonst so habe.

00:18:21: Es ist eben viel Infrastruktur da Ich habe viel breites Kulturangebot und von alldem profitiere ich.

00:18:29: Und das hab' ich dann vielleicht im Landkreis Neu-Wied oder im Kreis Olpe ohne denen zu nahe zutreten wollen Vielleicht noch nicht.

00:18:36: Ja okay, so rum macht es natürlich dann doch wieder Sinn.

00:18:39: Die Frage die sich natürlich sofort stellt jetzt aus unternehmerischer Sicht sollte man dann am besten dort investieren wo die Kaufkraft besonders hoch ist oder eben nicht weil das Mietpreisniveau eben unten ist was ja die Kauf Kraft am Ende so hoch werden lässt?

00:18:55: also was ist die Schlussfolgerung aus der Investorenbrille?

00:19:00: Ja, also ich glaube wenn du die Liste so anschaust.

00:19:03: Ich meine Landkreis Röhn-Grabfeld oder Landkreist Norwied haben glaub ich die wenigsten Investoren jetzt auf dem Zettel und das ist vielleicht dann auch nicht der spannende Ort an.

00:19:15: andererseits gerade Heilbronn.

00:19:18: Ich meine, das ist ja schon ein Standort.

00:19:21: Den hatten wir auch schon gefeaturet.

00:19:23: Du erinnerst dich vielleicht an unseren Sommeranleger-Check wo wir eben verschiedene Standorte betrachtet haben und da hatten wir Halbronn dabei weil Halbron da wird eine ganze Menge investiert gerade auch in Startups.

00:19:37: Da entsteht ein großer Startup Hub.

00:19:41: Die Firma Schwarz oder die Familie Schwarz investiert eine ganze Menge.

00:19:46: Also da passiert schon einiges und das ist sicherlich ein spannender Standort.

00:19:52: Ansonsten würde ich sagen, dieses Thema Kaufkraft macht vor allen Dingen deutlich... Da sind viele Landkreise, die eben sehr stark sind.

00:20:02: Der Vorteil der Landkreise ist letztlich, dass da viele Menschen hingezogen sind die ein hohes Einkommen haben.

00:20:08: Das Preisniveau aber einfach noch nicht so hoch ist.

00:20:11: und dann kann man natürlich schon Schlussfolger naja es kann natürlich sein das hier quasi die Reserven für die Mietentwicklung noch relativ hoch sind.

00:20:19: ja das heißt wenn sich Die Angleichen an die Großstädte des Preisniveaus weil das Einkommen ebenso stark ist kann das eben größeres Mietpotenzial verheißen.

00:20:31: Und wir sehen das ja auch teilweise bei den Preisanalysen, die wir so durchziehen.

00:20:35: Gerade im Umland der Großstädte haben wir oftmals ein sehr starkes Mietpreiswachstum und jetzt wird aber eben der Kontext zur Demografie spannend.

00:20:47: Das Interessante ist natürlich Na ja, wie geht es denn demografisch weiter im Umland?

00:20:53: Also wenn wir die demografische Entwicklung nicht mehr so stark haben könnte das eben auch das Umland betreffen.

00:21:01: Und dann – auch wenn die Kaufkraft tendenziell hoch ist wird man aber vielleicht, wenn die Konkurrenz um die Wohnung nicht so groß ist, wird man eben auch nicht so viel zahlen.

00:21:10: Okay!

00:21:11: Ja macht Sinn.

00:21:13: also waren das schon die Schlussfolgerungen, wenn man die beiden Studien zusammenfasst oder kommt da jetzt noch mehr?

00:21:20: Also ist das sozusagen die aus Investorenbrille, die kombinatorische Weisheit dieser beiden Studien?

00:21:27: Ja

00:21:27: es ist jetzt auf jeden Fall schon angelegt.

00:21:30: Aber worauf ich eigentlich hinaus will... Ich glaube, dass sich der Markt einfach stärker differenzieren wird.

00:21:40: Es ist so vieles im Umbruch.

00:21:43: Wir sehen bei der Demografie es kann eine Schrumpfung geben.

00:21:51: schaffen werden dann auch mehr Zuwanderung zu bekommen, weil die Unternehmen eben auch Interesse daran haben Menschen nach Deutschland zu holen.

00:21:58: und im Zweifelsfall sind die Unternehmer da eben auch sehr findig und werden Möglichkeiten schaffen.

00:22:03: Ich glaube nur das muss natürlich auch gesellschaftlich unterlegt werden und durch die rechtlichen Rahmenbedingungen auch gestützt wird.

00:22:10: Und natürlich braucht es dazu auch erst mal einen gewissen konjunkturellen Ausschauern wieder.

00:22:16: Sonst wird es natürlich auch schwierig.

00:22:18: Aber wie gesagt, das ist Demografie haben wir früher immer so verstanden.

00:22:24: Das ist dann erstmal so.

00:22:26: aber wir stellen eben fest da sind eben viele steuerungsmöglichkeiten.

00:22:29: deswegen habe ich das so betont.

00:22:31: aber gehen wir mal davon aus es gibt dieses risiko.

00:22:35: Dann musst du dir natürlich schon Gedanken machen, welche Standorte werden der zukünftig noch sehr attraktiv werden.

00:22:41: Diese Kaufkraftstudie zeigt aber jetzt nun naja es gibt eben auch viele Großstädte da ist die Kaufkraft jetzt schon niedriger und das limitiert natürlich so am zumindest am unteren Einkommensrand die Möglichkeiten immer mehr Miete zu zahlen.

00:22:56: Das ist glaube ich also es gibt schon nach wie vor dieses Interesse nach draußen zu gehen So, und jetzt musst du eigentlich als Investor den Sweetspot finden zwischen ich gehe.

00:23:07: Ich bin nahe genug am Zentrum dran aber noch nicht so weit draußen dass sich vielleicht meine Nachfrage verlieren weil aufgrund der Zuwarnung gar nicht so viele kommen.

00:23:16: das ist vielleicht die Schwierigkeit oder eben genau die Standorte rauszufinden die eben wirtschaftlich dann noch besonders gut funktionieren vielleicht auch außerhalb der Großstädte die sich eben stark entwickeln.

00:23:30: Da ist Hybron sicherlich ein Standort, der sehr spannend ist.

00:23:34: Ich würde sagen auch Dresden ist nach wie vor sehr, sehr spannend passiert auch eine ganze Menge in der Hochtechnologie.

00:23:41: Es gibt sicherlich auch noch ein paar andere Standorte die da spannend sind und das heißt aber einfach Die Märkte werden auch zukünftig gut funktionieren Aber eben nicht alle Märkte sondern es muss eben man muss genauer differenzieren und den genaueren Blickwagen und da werden wir sicherlich immer mal an der einen oder anderen Stelle reinzoomen.

00:24:01: Natürlich kannst du hier in so einer Folge nicht die komplette Analysekasten ausbreiten, dafür brauchen wir mehrere Stunden.

00:24:09: aber das ist ja eben das Reizvolle.

00:24:10: Wir machen immer den kleinen Zoomen bei den einzelnen Themen und zeigen worauf sollte man dachten?

00:24:16: Sehr gut!

00:24:17: Und für den Fall, dass es jemanden wirklich in der Tiefe interessiert ist er natürlich auch in der Lage diese Studien runter zu laden.

00:24:23: Richtig oder da mal einen tieferen Blick reinzuwerfen die sind öffentlich zugänglich?

00:24:27: Klar

00:24:28: sehr gut!

00:24:29: Sind auch kurze Studien kriegt man schnell durch.

00:24:31: Kurze Studien für mehrere Stunden Podcast okay.

00:24:34: also offensichtlich steht mich alles drin.

00:24:37: Nein du musst natürlich noch mehr Studien lesen.

00:24:39: das ist auch klar.

00:24:42: Gut, sehr gut.

00:24:43: Dann danke ich dir fürs Interesse da draußen!

00:24:45: Ich danke dir Michael für das Mitbringen dieser beiden Studien.

00:24:48: den Download Link findest du unten in den Show Notes und auch eine E-Mail Adresse für Fragen die wir jetzt hier nicht bearbeitet haben oder beantwortet viel mehr, die dich aber möglicherweise interessieren.

00:24:59: schreib uns gerne und wenn Du magst dann sind wir nächste Woche wieder für Dich da.

00:25:04: am Donnerstag ab vier Uhr neunundfünfzig sind wir online und wenn ihr mögt freuen wir uns auf euch.

00:25:09: bis dahin macht's gut und tschüss

00:25:12: Tschüss zusammen.

00:25:25: Informiere dich noch heute über eine Mitgliedschaft in dem exkursiven Immobilienclub auf www.immobilien-freunde.de.

00:25:33: Sämtliche weiterführenden Links findest du auch unten an den Shownotes genau wie Kontaktmöglichkeiten, sowohl zu unserem Kooperationspartner, den Immobilientfreunden als auch zum Team der USA Lage!

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