#288 Deutschland hängt bei der Preisentwicklung noch nach – Chance für Investoren?

Shownotes

Gewöhnlich schauen wir auf die Preisentwicklung im Inland und die regionalen Vergleiche, doch heute weitet sich der Blick: Wie haben sich die Immobilienpreise international entwickelt, und was heißt das für die weitere Entwicklung in Deutschland? Unser Thema in der 1aLAGE, und hier die Fragen im Einzelnen:  

  • Wie haben sich die Preise seit dem Zinsschock 2022 entwickelt?
  • Warum sind die Preise in Portugal, Ungarn und Griechenland so stark gestiegen?
  • Warum hat der Zinsschock Deutschland so stark getroffen?
  • Holt der deutsche Wohnungsmarkt nun auf?
  • Was lässt sich aus der internationalen Preisentwicklung für Investoren ableiten?

Die Antworten auf all diese Fragen und einige mehr findet ihr in dieser Episode 1aLAGE und nun wünschen wir euch spannende Insights und gute Unterhaltung. Viel Spaß!

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00:00:00: Diese Episode wird unterstützt vom Berglässig-Hotel

00:00:03: Boden Mais.

00:00:04: Eigentumswohnung, Ferienwohnungen, Hotel?

00:00:06: Wer in Immobilien investiert muss ich normalerweise entscheiden im Bergläßig-hotel Boden mais nicht!

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00:00:53: slash eins a Lage.

00:00:55: und jetzt wünschen wir dir viel Spaß mit der Episode von heute!

00:00:58: Deutschland hängt bei der Preisentwicklung noch nach.

00:01:02: Ist das eine gute Chance für Investoren?

00:01:04: Gewöhnlich schauen wir auf die Preisentwicklungen im Inland und die regionalen Vergleiche, doch heute weitet sich unser Blick und wir haben die Immobilienpreise im internationalen Vergleich in den Blick genommen und was das eigentlich bedeutet für die Entwicklung in Deutschland.

00:01:22: Das ist unser Thema heute und hier kommen die Fragen Einzelnen.

00:01:26: Wir haben sich die Preise seit dem Zinsshock, zwanzig-zweiundzwanzig entwickelt.

00:01:29: Warum sind die Preisen in Portugal, Ungarn und Griechenland so stark gestiegen?

00:01:33: Warum hat der ZinsShock Deutschland so stark getroffen?

00:01:36: Holt ihr deutsche Wohnungsmarkt jetzt auf!

00:01:39: Und was lässt sich aus der internationalen Preisentwicklung für Investoren ableiten?

00:01:44: Die Antworten auf all diese Fragen und einige mehr findest du in dieser Episode der Einserlage und nun wünschen wir dir spannende Insights und gute Unterhaltung.

00:01:52: viel Spaß.

00:01:57: Gemeinsam mit Berglässig-Hotel Bodemais, deinem Partner für Eigentumswohnung, Ferienwohnungen und Hotel präsentieren wir euch die Eins A-Lage.

00:02:07: Das ist der Podcast um sich wissenschaftlich fundiert und unterhaltsam über neue Trends ökonomische Einordnungen und Strategien rund um die Immobilienwelt zu informieren.

00:02:16: An die Mikrofonen sind für Euch eure Volkshörte.

00:02:18: Prof.

00:02:19: Dr.

00:02:19: Michael Vogtgländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft und Hauke Wackner Projektentwickler aus Hamburg – das bin ich!

00:02:25: Moin und herzlich willkommen hier bei uns in einer Einzellage der Immobilien Podcast.

00:02:29: Und heute reden wir über die Preisentwicklung, in Deutschland, die hinterher hängt und was daraus eigentlich abzuleiten ist für den Fall dass du gerade noch mit dem Gedanken spielst in den Markt einzusteigen.

00:02:40: und darüber wollen wir heute sprechen und dafür haben wie ihn bei uns unseren Professor Dr.

00:02:46: Michael Vogtlander vom Institut der deutschen Wirtschaft Mitgeweiteten Blick heute moin lieber Michael Hallo

00:02:54: lieber Ocke, grüß dich!

00:02:56: Genau.

00:02:57: Also wir hatten gerade im Vorgespräch einfach versucht zu erörtern warum sich der Blick weitet und waren dazu diversen Möglichkeiten gekommen.

00:03:06: aber wir schauen heute mal auf das Thema Deutschland-Impfergleich zum Ausland und vielleicht lass uns doch mal anfangen bei dem Zinsschock.

00:03:16: Da haben wir uns ja alle ein wenig verwundert die Augen gerieben und gesagt so hoch von im Durchschnitt unter ein Prozent jetzt auf vier Prozent, was da passiert.

00:03:26: Oder drei Komma fünf waren es glaube ich erst mal ist ja auch egal aber das war gewaltig.

00:03:30: und wie haben sich seit diesem Zeitpunkt die Preise entwickelt?

00:03:36: Genau!

00:03:36: Ich glaube dass ist eine interessante Fragestellung das auch mal international einzuordnen.

00:03:41: wir kennen ja die Entwicklung in Deutschland, dass die preise durchaus merklich nach unten gegangen sind.

00:03:46: Aber fast ist eigentlich in anderen Ländern passiert.

00:03:48: Und wie stark haben die jetzt eigentlich aufgeholt?

00:03:53: Die OECD Hauspreisdatenbank durchforstet.

00:03:57: Ich habe jetzt extra die realen Preisentwicklungen genommen, weil wenn wir nominal ... Da müssen wir sehen... Wir haben einige Länder natürlich mit extrem starker Inflation beispielsweise in Türkei.

00:04:06: Das würde das Ganze total verfälschen.

00:04:09: Und wenn man jetzt mal seit zwischen zwanzig, zweinzwanzig Q-zwei, zwanzi, zwanezwanzigh und Ende zwanzich, fünfundzwanzige schaut dann sieht man schon es gibt eine ganze Menge Länder die eine starke Preisentwicklung seitdem hatten.

00:04:21: Also an Rang eins ist Portugal dreintreißig prozentreale Preisteigerung seit dem.

00:04:28: Dann haben wir in Rang zwei Griechenlanden, sechstenzwanzzig, fünf Prozent Kroatien, sechsundzwanziggommer vier Prozent Ungarn, achtzendkommar vier Prozent.

00:04:37: Da kommen auch Länder wie Polen mit elf, neun Prozent oder die Schweiz mit acht, vier Prozent.

00:04:42: Also starke Entwicklung und ganz weit hinten irgendwo Rang Zweiunddreißig ist dann Deutschland.

00:04:49: Ja, Ninzein... Minus Neunzehn Komma Eins Prozent Real und ist damit auf Rang.

00:04:56: Zweiunddreißig von vierunddreißig, also nur Finnland und Luxemburg haben sich noch ein bisschen schlechter entwickelt Und das ist schon bemerkenswert.

00:05:06: Also wir haben hier wirklich eine schwache Entwicklung gehabt.

00:05:08: es gibt natürlich auch ein paar andere Länder die relativ schwache Entwicklungen hatten also zum Beispiel Frankreich minus dreizehn Komma acht oder Schweden Österreich auch so minus sechzehn Prozent Großbritannien minus neun Prozent.

00:05:22: aber Deutschland hat es eben auch besonders hart getroffen.

00:05:26: Okay, dann lass uns erst einmal auf die Preise in Portugal, Ungarn und Griechenland schauen!

00:05:30: Warum gibt es da einen so starken Anstieg?

00:05:34: Das macht ja zunächst einmal aus der globalen Vogelperspektive nicht so viel Sinn.

00:05:39: oder auch doch erzähl

00:05:40: mal Ja, also es ist schon spannend.

00:05:41: Also gerade der portugiesische Fall ist spannend und das hängt unter anderem mit Tourismus natürlich zusammen.

00:05:50: Wir haben mehr Investitionen in Tourismus gegen den.

00:05:53: Das ist insgesamt auch bei Griechenland oder Kroatien sicherlich der Fall.

00:05:57: aber wir haben gerade in Portugal erlebt dass die Regierung lange Zeit wirklich Menschen angelockt hat, die eben eine hohe Beschäftigung nachgegangen sind oder in Portugal investiert haben.

00:06:16: Du hast steuerliche Vorteile gehabt, wenn du eben nach Portugal ausgewandert bist.

00:06:22: In den ersten Jahren oft mal sogar Steuerfreiheit und das hat man jetzt ein bisschen abgeschwächt.

00:06:29: Jetzt kriegt man das Visa als außereuropäischer Ausländer nur dann, wenn ihr eben fünfhunderttausend Euro investiert in Portugal oder im Kultursektor dich besonders engagierst oder als Startup Gründer und ähnliches.

00:06:45: Aber ich meine diese Entwicklung, dass du eben gezielt hochqualifizierte internationale Zuwanderer anlockst.

00:06:54: Die hat auch dazu geführt, dass die Nachfrage gerade in den Küstenregionen in Lissabon stark angestiegen ist.

00:07:02: Zweites Thema sind eben auch Förderprogramme in den jeweiligen Ländern, also Ungarn beispielsweise.

00:07:10: Ungarn hat extremen staatlich subventionierte Wohnungsbaugredite vergeben und Kaufzuschüsse für Familien.

00:07:18: Das hat eben auch dazu geführt dass du hier mehr Nachfrage entfaltet hast und das trägt ihm auch in die Preisentwicklung rein Fall, dass du eben dadurch die Nachfrage stark steigerst.

00:07:36: und ein drittes Thema ist natürlich auch ein besonders schwieriges Angebot im Neubau.

00:07:42: Also ein Unterangebot beim Neubbau das gilt vor allen Dingen für Spanien es gilt aber eben auch für Portugal.

00:07:49: Das sind Länder, die haben ja in den zweitausender Jahren wahnsinnige Kapazitäten in der Bauwirtschaft aufgebaut und dann ist die Bautätigkeit massiv eingebrochen.

00:07:58: In Spanien, das darf man nicht vergessen hat man zwei tausend fünf war es glaube ich noch achthunderttausend Wohnungen gebaut.

00:08:06: also das ist schier unglaubliche Größe und seitdem ist aber die Bauwirtschaft extrem eingebrochene Und das führt einfach dazu, dass wir jetzt ein glückliches Unterangebot mittlerweile haben.

00:08:20: Die Bauwirtschaft hat sich davon auch nicht wieder erholt richtig Und dadurch hast du jetzt eben, wenn die Nachfrage wieder ansteigt und das Angebot so gar nicht nachkommt auch in der Breite dann steigen die Preise entsprechend.

00:08:32: Also es sind besondere Faktoren, die deine Rolle spielen.

00:08:35: ich glaube insgesamt diese starke Zuwanderung in die Länder gerade man ist halt auch ein Folge Wenn man so will.

00:08:42: danach Corona Zeit Du kannst den.

00:08:44: viele Menschen können sich aussuchen wo sie arbeiten können digital arbeiten und für die sind dann natürlich Länder, die touristisch auch attraktiv sind besonders attraktif.

00:08:54: Die wurden teilweise auch noch besonders angelockt durch steuerliche Vorteile und ähnliches plus eben insgesamt natürlich eine wirtschaftliche Gesundung in vielen dieser Länder und eben geringes Neubauangebot.

00:09:08: Dann lass uns immer noch Deutschland reingucken.

00:09:10: Du hattest vorhin gesagt, Deutschland war besonders stark vom Zinsschock betroffen?

00:09:17: Warum war das so?

00:09:18: Warum hat es in Deutschland so wahnsinnig zugeschlagen?

00:09:22: Also es sind tatsächlich zwei Effekte.

00:09:24: Das eine ist dass der Zinschock in Deutschland besonders massiv war.

00:09:29: Wir haben überall den starken Zinsen erlebt aber sie sind besonders stark in Deutschland gestiegen.

00:09:35: Es ist tatsächlich interessant Die Begründung ist schwer zu sehen, vielleicht hatte ... Naja, wir haben natürlich in anderen Ländern vorher auch schon mehr Risikopremien auf die Staatsfinanzierung erlebt.

00:09:50: In Deutschland war das notorisch sehr gering und als dann die Intervention der Zentralbank aufgehört haben hat es entsprechend stärker durchgeschlagen in Deutschland.

00:10:01: Das heißt, in anderen Ländern war der Zinsanstieg nicht ganz so dramatisch.

00:10:05: Das ist ein Punkt sicherlich!

00:10:06: Und das andere Uns hat dieser Zinsschock einfach in einer anderen Phase getroffen.

00:10:13: Die Wohnungswirtschaft in Deutschland oder die Immobilienmarkt in Deutschland war besonders stark, wir waren in der absoluten Boomphase während wir in vielen anderen Ländern eigentlich die Entwicklung hatten dass man sich immer noch so ein bisschen von der Finanzkrise erholt hatte und die Märkte erst zu langsam angelaufen war.

00:10:32: also entsprechend gab es weniger Rückschlagpotenzial.

00:10:34: das muss man eben auch berücksichtigen.

00:10:37: Und insofern hat es da Deutschland besonders stark getroffen, weil der Zins-Schock besonders groß war und weil eben das Rückschlagpotenzial aufgrund des Booms vielleicht noch ein bisschen höher war.

00:10:47: Also würdest du argumentieren ist die der starke Einschlag in Deutschland war im Wesentlichen ein Relativer?

00:10:54: Weil wir halt vom hohen Niveau kamen sind wir gefühlt tief gefallen aber insgesamt trotzdem höher gelandet als die anderen Märkte.

00:11:04: Das ist eine interessante Frage.

00:11:06: also Wir sehen insgesamt schon, dass die Länder sicher nicht ganz so ganz synchron entwickeln.

00:11:13: Aber es hat uns in einer anderen Phase getroffen und deswegen vielleicht auch stärker.

00:11:19: Der Unterschied war in der Finanzkrise merklich, vor der FinanzKrise war's ja so dass in vielen Ländern ein wahnsinniger Immobilienpreisboom war Und als dann die Finanzkriise ausgebrochen ist gab's da entsprechend starken Einbruch während in Deutschland wo sich die Preise sicher in den zweitausender Jahr flachentwickelt haben eigentlich gar nichts passiert ist.

00:11:40: Das hängt natürlich auch, diese Resilienz hängt mit der Finanzierung zusammen, dass wir lange Zinsbindung haben und ähnliches.

00:11:48: Aber die Phase in der so eine Krise dann ausbricht macht schon etwas.

00:11:53: Okay, wollte ich gerade darauf hinaus.

00:11:55: Wie ist denn die Finanzierung im europäischen Ausland eher amerikanisch?

00:11:59: Das heißt ohne Tilgung?

00:12:01: oder haben wir da auch eher das deutsche Modell?

00:12:05: Weißt du das?

00:12:06: Das ist ja immer krisendämpfend eigentlich.

00:12:09: Es ist natürlich unterschiedlich, aber gerade in Ländern wie Portugal, wie Spanien auch Griechenland oder Ungarn hast du typischerweise eher kurze Zinsbindung.

00:12:18: also Tilgung wird eigentlich überall mittlerweile verlangt.

00:12:23: Aber die Zitsbindung ist der wesentliche Unterschied und dadurch hasst du natürlich viel größere Volatilität oftmals in den Preisen weil wenn sie Nachfrage dann stark davon abhängt, wie die Zinsen sich gerade entwickeln.

00:12:37: Also niedrigere Zinsenfühlen automatisch zum starken Anstieg der Nachfrage höhere Zinsendämpfen sehr stark.

00:12:45: Das ist tatsächlich in einigen Ländern der Fall, die dadurch im Prinzip so einen stärkeren oder ausgeprägteren Immobilienzyklus haben.

00:12:55: Wie sieht es denn aktuell in Deutschland aus?

00:12:58: Gerade im internationalen Vergleich holt der deutsche Wohnungsmarkt auf oder sind wir noch hinten dran.

00:13:05: Wir haben in der letzten Folge darüber gesprochen und hier in der vorletzten, dass der Mietboom nicht endet wo wir eigentlich eine sehr stabile Entwicklung gesehen haben.

00:13:14: die neuen Zahlen des IW Mietpreisindex.

00:13:18: aber was deine Einschätzung?

00:13:21: wo stehen wir in Deutschland?

00:13:23: Ich habe jetzt noch mal speziell geschaut, auf nur die Phase seit Kuh.

00:13:33: Und da nochmal verglichen wir haben sich seitdem die Preise entwickelt und tatsächlich sind die gleichen Länder eigentlich vorne wie vorher auch.

00:13:42: Es ist Portugal, der mit sechzehn Prozent Ungarn fünfzehnt Prozent Kroatien zwölf Spanien knapp zehn und so weiter.

00:13:50: Und Deutschland liegt dann bei real Null Komma vier Prozent.

00:13:55: Und damit sind wir auf der Dreiundzwanzigsten Platz also im Verhältnis schon etwas nach vorne gerobt.

00:14:03: immerhin positive reale Preisteigerung seitdem Aber uns tatsächlich auch vor einigen Ländern wie Kanada, wie Finnland und USA.

00:14:15: Also tatsächlich etwas dynamischer aber noch nicht sehr dynamisch.

00:14:20: also das heißt es wird etwas besser.

00:14:23: aber im internationalen Vergleich hinken wir natürlich immer noch etwas zurück.

00:14:27: Ungefähr ein Zehnte von den Spitzenreitern?

00:14:32: Ja sogar weniger!

00:14:36: Also klar, wenn du jetzt siehst hier Spanien.

00:14:38: Zehn Prozent wir haben Null Komma Vier Prozent.

00:14:41: das ist natürlich ein hibbelweiter Unterschied.

00:14:43: ja die spanien ist soweit vorne weil Wir haben ein extrem

00:14:51: niedriges Neubauvolumen, wir haben auch dort eben eine starke Zuwanderung erlebt.

00:14:57: Wir haben durchaus eine ordentliche wirtschaftliche Entwicklung gerade natürlich in den Großstädten Madrid, Barcelona alles was so an der Küste liegt und das treibt tatsächlich dann auch dem Markt.

00:15:10: Was lässt sich aus der internationalen Preisentwicklung jetzt für Investoren ableiten?

00:15:17: In Deutschland bleiben oder doch den neuen Rechtskreis wagen, lauert die große Chance um die Ecke?

00:15:23: Oder ist das alles nur prozentuales Zahlen-Getrickse.

00:15:28: Also ich habe jetzt mal einen Exklusiv für unseren Podcast hier ein bisschen gerechnet und es ist ja mal ganz interessant diese Preisentwicklung einfach mal aufzuteilen.

00:15:41: Das Klassische, was man in der In der Analyse macht ist dass man zwischen einem Trend und einem Zykluswert unterscheidet.

00:15:50: Also für die Fachleute unter euch... Ich habe hier den Hotrick Prescott Filter verwendet.

00:15:55: Der Hotric Prescott filter ist letztlich ein Verfahren mit dem man so eine zahlen Reihe glätten kann ähnlich wie mit Gewichteten oder mit gleitenden Durchschnitt Aber ein bisschen elaborierter Und das zeigt ganz interessante Entwicklungen.

00:16:10: Das zeigt erstmal Deutschland typischerweise eigentlich immer ein schwachen Immobilienzyklus, aber gerade so in den zwanzig-zwanziger Jahren ist es dann deutlich nach oben gegangen.

00:16:20: Aber dann haben wir eben auch eine extrem starke Immobilie in Rezession jetzt gehabt.

00:16:27: Es ist dann interessant, mal zu vergleichen.

00:16:31: Wie ist das eigentlich vom Immobilienzyklus her vergleichbar mit anderen Ländern?

00:16:37: Und da stellt man einfach fest, in Deutschland sind die Preise eben sehr stark gefallen.

00:16:43: Den Tiefpunkt hatten wir quasi im Konjunkturzyklus im vierten Quartal zwanzig dreinzwanzig und seitdem gab es nur eine sehr geringe Erholung.

00:16:52: so wenn man das jetzt mal vergleicht ist es in vielen Ländern auch der Fall.

00:16:56: ja also ich hatte vorhin mal gesagt Niederlande Österreich, Schweden, Frankreich.

00:17:01: Die haben alle ähnliche Entwicklungen gehabt.

00:17:04: damit sind wir wahrscheinlich vergleichbar.

00:17:06: da sind überall die preise relativ stark eingebrochen aber die erholung ist noch nicht so komplett.

00:17:11: und wenn man das jetzt mal überträgt dann müsste man eigentlich sagen rein aus diesen Zyklusgedanken her, müssten die Preise in den nächsten Quartalen noch mal ein bisschen zulegen.

00:17:22: Also das heißt dann könnten die Immobilienpreise alleine aufgrund dieser Zyklusgedanken so um drei bis fünf Prozent noch steigen.

00:17:31: Das ist das Interessante.

00:17:34: Weniger gut ist die Nachricht wenn du dann diesen Trend dir anschaust da sind wir im Moment eher auf einem absteigenden Trend.

00:17:41: der Trend ist dass was langfristig wirkt Und da würde ich sagen, das ist durchaus passt zu dem Bild was wir mit dem Immobilienindex abgeleitet haben.

00:17:50: Dass die Preisentwicklung ein bisschen runter geht.

00:17:53: Wichtig!

00:17:54: Wir schauen hier auf reale Entwicklung.

00:17:55: Ich hatte ja schon damals gesagt, Nominalwachstum ist real ein kleiner Verlust.

00:18:02: Und im Moment dieser Trend geht ein bisschen runter, der wird natürlich bestimmt durch die Zinsniveaus aber auch zum Beispiel durch Zuwanderung oder ähnliches und da sind tatsächlich ja im Moment die Vorzeichen etwas ungünstiger.

00:18:17: wir sind auf dem relativ hohen Zins-Niveau.

00:18:19: Wir haben relativ wenig Dynamik bei der Zuwänderung.

00:18:23: Und da geht es jetzt eigentlich um die Frage, wird dieser Trend gedreht?

00:18:27: Weil wir vielleicht auch mal mehr Unterstützung für die Wohneigentursbildung haben.

00:18:31: Wie wird das zum Beispiel in Ungarn hatten?

00:18:34: oder weil vielleicht doch die Zinsen runterkommen?

00:18:37: Geopolitische Spannungen bauen sich ab oder weil wir eben vielleicht doch wieder eine stärkere Zuwanderungsdynamik haben.

00:18:44: Also das ist so die Frage.

00:18:45: Aber eigentlich erstmal kurzfristig, vier bis acht Quartale also ein bis zwei Jahre müssten die Preise eigentlich ein bisschen stärker nachholen.

00:18:54: erst mal und das ist ja glaube ich eine interessante Fazit für Investoren dass hier auf jeden Fall noch ein bisschen Aufholpotenzial ist und dann kommt es eben wie gesagt auf das langfristige an.

00:19:04: Da denke ich aber, wird sich über kurz oder lang diese Knappheit im Wohnungsmarkt und der Mangel den wir in dem Wohnungsbau haben stärker niederschlagen.

00:19:13: Und ich glaube deswegen werden nicht dauerhaft ein niedrigeres Trendwachstum haben.

00:19:18: das würde sich auch wieder erholen.

00:19:19: Und sag deine Positivität bis zu fünf Prozent in den nächsten Quartalen bei der Preisentwicklung wird nicht gedämpft durch die Regulierung, die wir haben.

00:19:30: Bei der Preisbildung im deutschen Markt ist das nicht auch etwas, dass eine Rolle spielt?

00:19:34: oder du meinst Der Mangel ist so groß, dass es überkompensiert werden muss, weil einfach überall der Nachfrage Druck so groß ist.

00:19:43: Das ist natürlich eine Art technische Analyse, wo wir einfach vergleichen wie das Muster in anderen Ländern.

00:19:52: Aber es ist ganz interessant... Im Prinzip sagt diese Analysee nur aus eigentlich war der Fall der Preise ein bisschen zu stark und das müsste jetzt wieder kompensiert werden.

00:20:06: So die Quintessenz dieser Überlegung Und die Preise werden ja insofern nicht so stark reguliert.

00:20:13: Aber nur über die Mieten, bei den Neuvertragsmieten sehen wir aber durchaus eine Dynamik.

00:20:18: Wichtig ist hier halt auch das sind ja nationale Analysen Und das muss man natürlich auch mit berücksichtigen, also wenn wir jetzt Portugal zum Beispiel betrachten.

00:20:28: Portugal wird wahnsinnig geprägt durch Lisbonn.

00:20:33: Ich habe es jetzt nicht, aber vereint wahrscheinlich im Großteil der Bürger Portugals auf sich.

00:20:41: Auch in Spanien machen die Metropolen sehr viel aus und das zieht natürlich dann die Preisentwicklung auch ein bisschen stärker nach oben.

00:20:50: Das muss man eben auch mit berücksichtigen, aber nichtsdestotrotz ich glaube es ist schon interessant dieser Vergleich und verheißt eigentlich auf jeden Fall ein gewisses Preis plus und ich würde sagen langfristig werden sich dann eben auch treiber entwickeln wie eben diese knappheit.

00:21:09: aber ich glaube es kommt auch sehr stark langfristige auf die weitere entwicklung der zuwanderung an und da hatten wir im zuletzt der rückschläge Und ich finde, dieses Beispiel Portugal ist eben auch deswegen so spannend.

00:21:22: Nicht nur was die Immobilienpreisentwicklung angeht sondern auch weil sie sich ja bewusst dafür einsetzen hochqualifizierte Zuwanderer zu bekommen.

00:21:30: und eigentlich ist das ja mal eine spannende Überlegung.

00:21:33: warum macht Deutschland nicht sowas auch?

00:21:34: Warum konzentrieren wir uns nicht einmal darauf besonders diejenigen zu bekommen die eben starkes Erwerbstätigen-Potenzial haben, starkes Potential haben auch für Investitionen.

00:21:48: Das wäre durchaus mal ein ganz anderer Ansatz.

00:21:51: Genau das wäre nämlich auch so eine kleine Rückfrage gewesen zu sagen Zuwanderung meinst du dass was wir jetzt vor allen Dingen an Flüchtlingsmigration erleben oder meinst Du die qualifizierte Zuwarnung weil das ist ja auch was den Mietwohnungsmarkt angeht durch aus einem unterschiedlicher Teilnehmer im Markt?

00:22:09: der eine wird Optimalerweise, also aus Sicht eines Investors staatlich gestützt ist aber natürlich für die gesamtsstaatliche Situation jetzt nicht nur positiv und der andere bringt tatsächlich einen Plus für die Gesamte Volkswirtschaft.

00:22:22: Aber egal wie sagst du Hauptsache wir brauchen mehr Menschen?

00:22:25: Naja

00:22:25: ich glaube also das ist natürlich ein weites Thema.

00:22:30: Wir wollten den Blick ja auch weiten jetzt... Also, ich glaube die Flüchtlingszuwanderung natürlich ist das ein großes Thema.

00:22:39: Ich glaube auch da können wir natürlich besser werden in dem Sinne dass wir die Menschen schneller integrieren.

00:22:45: also es ist ja schon erstaunlich Die Ukraine zum Beispiel sie zu uns kommen der wären viele erst mal einen Jahr in Deutschkurs geschickt und dürfen dann irgendwann in den Arbeitsmarkt kommen die sich dann aber vielleicht auch schon irgendwie arrangiert haben mit dem was da so ist Während in den Niederlanden beispielsweise die von Anfang an mitarbeiten.

00:23:08: Und dann sagt man, niederländisch lernt er dann quasi im Job und ich glaube das ist eigentlich der bessere und pragmatischere Weg.

00:23:15: also da können wir sicherlich anders werden.

00:23:17: aber es geht auch vor allen Dingen um die Arbeitskrafte Migration.

00:23:20: Und das Interessante an diesem Beispiel Portugal ist ja, dass man sagt okay wir gewähren den einfach auch einen Steuervorteil.

00:23:28: Also wenn du hochqualifiziert bist dann kriegst du in den ersten Jahren hier deutlich weniger Steuern kannst dir erstmal was aufbauen.

00:23:35: Ja bis null war das teilweise ne?

00:23:37: Und es ist ja tatsächlich so, dass du aus Sicht der Menschen die eben in ein landesloser Land auswandern wollen die schauen natürlich auch wo verdient ich denn am meisten Wo habe ich die besten Chancen, dann auch viel aus meinem Potenzial zu machen?

00:23:54: Und dann gehen sie eben eher in die Schweiz oder nach Großbritannien.

00:23:58: Oder lange Zeit eben in die USA und haben gesagt da hab' ich niedrige Steuersätze.

00:24:02: Wenn ich es schaffe, dann kriege ich ihm richtig viel Geld!

00:24:05: Da schneidet Deutschland eben schlecht ab.

00:24:09: Das ist von daher schon ein interessanter Punkt zu sagen.

00:24:11: Vielleicht drehen wir das einfach mal oder machen uns da konkurrenzfähiger und sagen ok komm... Du hast eine tolle Qualifikation und die ersten Jahre kriegst du eben steuer Vorteil, wäre durchaus mal ein Ansatz.

00:24:26: Sind

00:24:26: aber weit vom Immobilienthema weg?

00:24:28: Ja ja richtig!

00:24:29: Naja in Wahrheit auch nicht weil es natürlich am Ende eine Auswirkung hat auf das Immobilienthema über die Nachfrage der Menschen die sich bewegen bei.

00:24:37: Letztfalls wird am Ende geht's darum wo Menschen wohnen und arbeiten, aber vor allen Dingen wo Menschen wohnen.

00:24:43: Und das ist ja schon ganz eng korreliert mit denen die im Markt als Nachfrage neu hinzukommen wenn die eigene Crowd mehr und mehr stirbt.

00:24:50: Gut!

00:24:50: Aber das ist ein politisches Thema.

00:24:52: dass jetzt irgendwie Steuervorteile gewährt werden sich im Moment auch nicht gänseln, aber vielleicht hört ihr jemand zu den's vom Hocker reißen sagt na klar so machen sie.

00:25:01: das habe ich gar nicht drüber nachgedacht.

00:25:03: jetzt aber okay fahr'n Spaß.

00:25:08: Gut, in diesem Sinne danke ich dir für diese ein Ordnung.

00:25:12: Ein Ordnung ist ja nicht sondern für die interessante Forschungsfrage wie würdest du sagen?

00:25:20: Ist das eine Miniforschung oder ist es eine Podcastforschung?

00:25:25: Wie nennen wir das?

00:25:26: Dann nennt es doch lieber Miniforchung!

00:25:32: Eine Forschungsanwendung.

00:25:33: Und wenn jemand interessiert wäre an den Zahlen, dann ist die Mechanik wie genau?

00:25:40: Da müsste ich mir noch was ausdenken!

00:25:42: Ich würde vorschlagen, wer uns nachweist dass er uns kommentiert und abonniert hat dem würden wir auch eine Mail zurückschicken.

00:25:53: also schreibt uns gerne

00:25:55: so

00:25:55: machen wir alle etwas davon.

00:25:57: in diesem Sinne Gehabt euch wohl, danke Michael für diesen Einblick.

00:26:01: Das ist interessant.

00:26:02: auch eine gute Nachricht dass sozusagen insgesamt der Trend des Aufwins gestützt wird Auch in dieser Perspektive.

00:26:08: das kann man ja vielleicht mal mit meinem positiven Vorkast zu stehen lassen.

00:26:12: Ich danke dir draußen fürs Interesse und für den Fall Dass wir noch ne Frage haben oder du die Zahlen haben will schreib uns gerne E-Mail Adresse unten In den Shownotes Und wenn ihr mögt Dann sind wir nächste Woche Donnerstag wieder Für Euch da.

00:26:25: Bis dahin macht's gut und Tschüss!

00:26:28: Eigentumswohnung, Ferien-Wohnung Hotel im Berglassichhotel Bodemeis.

00:26:32: Erwirbst du dein eigenes Hotelappartement mit eigenen Grundbuch?

00:26:36: Du erhältst Pachteinnahmen und kannst deine Ferienimmobilie gleichzeitig selbst genießen!

00:26:41: Mit allen Annehmlichkeiten des vier Sternehotels und ohne Aufwand für Vermietung oder Gästebetreuung.

00:26:47: Lerne die Hotel Appartements in Berglass ich Hotel Bodemeiss bei einem Probeboden persönlich kennen.

00:26:53: alle Informationen finden sich unter Sämtliche weiterführenden Links findest du auch unten in den Show-Notes, ebenso wie die Kontaktmöglichkeiten zu unserem Kooperationspartner und zum Team der SA Lage.

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